Die Mittelschule Mühldorf am Inn wurde beim Deutschen Lesepreis 2026 mit dem 3. Platz in der Kategorie „Herausragende Leseförderung an Schulen“ ausgezeichnet. Die Preisverleihung fand im feierlichen Rahmen einer Gala im Humboldt Carré in Berlin statt.
Veranstaltet wird der Deutsche Lesepreis als Initiative der Stiftung Lesen und der Commerzbank-Stiftung. In der Kategorie „Herausragende Leseförderung an Schulen“ gingen rund 160 Bewerbungen aus ganz Deutschland ein. Dass die Mittelschule Mühldorf am Inn in diesem starken Teilnehmerfeld den dritten Platz erreichte, macht die Auszeichnung besonders bedeutend.

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Würdigung auf großer Bühne

Herausragende Leseförderung an Schulen 3. Platz: Mittelschule Mühldorf (Mühldorf am Inn in Bayern) Laudator und Lesebotschafter Marc Dumitru, Jennifer Steinhuber-Hinterstoisser, Regina Hornig, Tina Betzold, Ulrich Betzold Kategorie gefördert von der Arnulf Betzold GmbH und Lehrmittelverlag/Schulversand. Copyright „© Stiftung Lesen“
Durch den Abend führte die Moderatorin Mona Ameziane. Die Laudatio hielt der Lesebotschafter Marc Dumitru, der die nachhaltige und konsequente Verankerung der Leseförderung der Mittelschule im Schulalltag hervorhob.
Die Schirmherrschaft für diese Kategorie übernahm Ulrich Betzold, Geschäftsführer der Arnold Betzold GmbH. Er überreichte den Preis persönlich und stellte auch das Preisgeld zur Verfügung. Dieses wird direkt wieder in die Schülerinnen und Schüler investiert – etwa in neue Lektüren oder Autorenlesungen.
Den Preis nahmen Rektorin Regina Hornig und Konrektorin Jennifer Steinhuber-Hinterstoisser entgegen. Letztere hatte die Bewerbung eingereicht – stellvertretend für eine Schulfamilie, die geschlossen hinter diesem Projekt steht.
An der Mittelschule Mühldorf am Inn ist Lesen kein Zusatzangebot, sondern fester Bestandteil des pädagogischen Konzepts.
Ein eigenes, liebevoll gestaltetes Lesezimmer mit Leselandschaft, ein aktiver Leseclub, digitale Programme rund um die Lektüren, individuelle Förderangebote und sogar zwei Schulhunde, die geduldig den Kindern beim Vorlesen zuhören, gehören selbstverständlich zum Schulalltag.
Viele Fünftklässler starten mit sehr schwachen Lesekenntnissen. Kinder aus 31 Nationen lernen an der Schule, drei von vier Schülerinnen und Schüler haben eine Zuwanderungsgeschichte. Die Voraussetzungen sind unterschiedlich – die Förderung ist es ebenso.
Ein Filmteam des Bayerischer Rundfunk begleitete im Vorfeld die Klasse 6aG im Unterricht. Der Beitrag wurde auf BR3 ausgestrahlt und gab Einblicke in die praktische Lesearbeit.
Im Interview erklärte Konrektorin Jennifer Steinhuber-Hinterstoisser, dass viele Schülerinnen und Schüler in der Grundschule eher zu den leistungsschwächeren Kindern gehörten. An der Mittelschule Mühldorf am Inn sollen sie erleben, dass sie sich entwickeln können – und dass sie auch im Mittelpunkt stehen dürfen. Beim Lesen erfahren manche Kinder zum ersten Mal, dass sie Fortschritte machen, Applaus erhalten und sich als „Stars“ fühlen können.
Leseförderung bedeutet hier nicht nur Techniktraining, sondern vor allem die Stärkung von Selbstvertrauen.
Der Erfolg ist das Werk der gesamten Schulfamilie.
Er steht für das Engagement und das Herzblut des Kollegiums ebenso wie für die Offenheit und Bereitschaft der Schülerinnen und Schüler, sich auf Neues einzulassen.
Die Mittelschule Mühldorf am Inn ist stolz auf diese Auszeichnung – und versteht sie zugleich als Ansporn, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen.
Denn jedes Kind, das Freude am Lesen entdeckt, gewinnt ein Stück Zukunft. 📚

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