Recyceln ja, aber auch Restmüll ist am Ende noch zu etwas gut

Der LK Mühldorf ermöglichte der 8f einen überaus interessanten Tag im Sinne des Restmülls. Zuerst steuerten wir die Müllumladestation nicht weit von der Schule entfernt an. Dort konnten wir unser Wissen testen, indem wir recyclebare von nicht recyclebaren Produkten trennten und erfuhren, dass es früher nur Gruben gab, in denen der Restmüll gelagert wurde. Heute unvorstellbar. Hier konnten wir live miterleben, wie der Restmüll vom Müllauto in einen unterirdischen Schacht gelangt, per Knopfdruck gepresst, in Container verfrachtet wird und anschließend auf einem bereitstehenden Güterzug platziert wird. Selbst ausprobieren war das Tollste.

Anschließend ging es parallel zum Güterzug mit dem Bus nach Burgkirchen, wo der gesamte Restmüll von sechs Landkreisen landet: Ins Müllheizkraftwerk.

Die Damen vor Ort gaben uns anfangs nochmals einen inhaltsreichen Input, und dann konnten wir die einzelnen Stationen der Anlage mit eigenen Augen besichtigen: Wie der Müll vor dem Verbrennen mit der überdimensionalen Kralle gelockert wird, wie er im Ofen bei 1000 Grad verbrannt wird, wo dann mit der Hitze Strom für öffentliche Gebäude erzeugt wird und wie die Reste aus der Verbrennung abgesondert werden, um beispielsweise für den Straßenbau verwendet zu werden. Daneben war natürlich das Computerüberwachungssystem der Schaltzentrale ein besonderes Highlight für die Schüler. Außerdem die Filteranlagen: Die Messdaten bestätigen, dass die Verbrennungsgase am Ende ohne Schadstoffe wieder in die Luft gelangen. Ein phänomenaler Kreislauf, den man ansonsten wahrscheinlich eher nicht persönlich nachverfolgen kann. Am Ende gab es neben Informationsmaterial für die Schüler noch Stiftehalter und Spitzer in Mülltonnenform geschenkt.

Übrigens durften wir auch auf die Waage für die Müllautos. Die Klasse 8f wog 800 kg – wie sich das Gewicht im Einzelnen verteilt, bleibt natürlich unser Geheimnis …

Annette Vesic

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