Je zwei 5. Klassen machten sich am Montag, den 8. Juli, und am Dienstag, den 9. Juli, auf den Weg zum Stadtplatz, um dort im Rahmen unserer Projektwoche Wissenswertes über ihren Heimat- bzw. Schulort zu erfahren.

Am Rathaus trafen wir uns mit Fr. Fedtke-Gollwitzer, unserer Stadtführerin. Gemeinsam mit ihr bestiegen wir den Nagelschmiedturm, der, so erfuhren wir, schon mehr als 800 Jahre alt ist und Teil der Mühldorfer Stadtmauer war. Über mehrere Holztreppen ging es im Turminneren nach oben, um nach einer kurzen informativen Pause am Stadtmodell von Mühldorf auf den Aussichtspunkt zu kommen. Bei wunderschönem Sonnenschein konnte der Stadtplatz von oben bewundert werden.
Nach dem (für einige Schüler) beschwerlichen Abstieg durften wir das Rathaus besuchen, wo wir auch einiges von den Aufgaben des Stadtrats und des Bürgermeisters erfuhren. Hier wurde uns auch die wahre Geschichte von Maria erzählt, die 1749 in Mühldorf als Hexe verhaftet, eingesperrt und verhört, und anschließend nach Salzburg gebracht wurde, wo sie dann hingerichtet wurde. Völlig fassungslos, fragten einige Schüler immer wieder nach, ob denn das wirklich passiert sei.
Zum Schluss zeigte uns Fr. Fedtke-Gollwitzer die sogenannte „Hexenkammer“ im Mühldorfer Rathaus, den Raum, in dem eben jene Maria drei Monate eingesperrt war. Im Dunkeln war selbst als ganze Klasse alles so beengend und bedrückend, dass wir alle nachvollziehen konnten, warum das Mädchen irgendwann zugab, eine Hexe zu sein.
Wir bedanken uns recht herzlich bei Fr. Fedtke-Gollwitzer für die 90 Minuten, die viel zu schnell vergingen, und freuen uns auf (hoffentliches) Wiedersehen im neuen Schuljahr, um noch mehr über Mühldorf zu erfahren. Damit wir mehr sagen können über unseren Schulort als „Da war doch was mit einer Hexe, oder?“